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Aus Institut für Sportgeschichte Baden-Württemberg e.V.
Version vom 14. September 2022, 07:19 Uhr von MarkusFriedrich (Diskussion | Beiträge)

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Ankündigungen und Neuigkeiten für das Jahr 2022

September 2022

Das "Sportarchiv" im Landesarchiv Baden-Württemberg (beim Hauptstaatsarchiv Stuttgart) sucht eine Werkstudentin/einen Werkstudenten. Die Stelle ist nächstmöglichen Zeitpunkt zu besetzen. Wir freuen uns über Ihre Bewerbung!

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August 2022

Wanderung durchs Ländle mit Günther Oettinger

Sport, Politik und Wirtschaft im Dialog. Foto: SK Rems-Murr.

Traditionell wandert Ministerpräsident a.D. Günther Oettinger mit Vertretern von Sport, Kultur, Politik und Wirtschaft drei Mal im Jahr durchs Ländle. Günther Oettinger ist sowohl dem VfB Stuttgart, aber auch dem Breitensport sehr verbunden. In seiner Amtszeit wurde der Solidarpakt eingeführt, der dem Sport seit Jahren Planungssicherheit gibt.

Gastgeber der diesjährigen Wanderung war Ulms Oberbürgermeister Gunter Czisch. Mit dabei waren unter anderen der Präsident des SSV Ulm, Willy Götz, LSV-Präsidentin Elvira Menzer-Haasis sowie Landrat Heiner Scheffold. Neben den aktuellen Themen aus der Wirtschaft ließ sich Czisch über die Förderung des Sports durch die Stadt Ulm informieren. Zu den angesprochenen Themen gehörten die Zusammenarbeit zwischen Vereinen und Schule, der Ausbau des Donaustadions zur einer Leichtathletikstätte bis hin zu den Europameisterschaften und eine neue Arena für den Fußball. Zudem informierte das Stadtoberhaupt die Teilnehmer der Wanderung über die Pläne der Stadt, was sehr positiv aufgenommen wurde: "Ulm ist eine sportaffine Stadt. Im Bereich des Spitzensports ist natürlich Basketball-Bundesligist ratiopharm Ulm das Aushängeschild, aber auch die Ulmer Fußballer sind auf einem guten Weg, sich mittelfristig wieder im Profibereich zu etablieren. Einen großen Stellenwert nimmt traditionell die Leichtathletik ein. Ein wichtiger Faktor für das starke Interesse an der Leichtathletik war sicher auch die mehrfache Austragung der Deutschen Meisterschaften im Donaustadion.

Um weiterhin solche Großveranstaltungen austragen zu können, muss das Stadion allerdings saniert und weiterentwickelt werden. Dabei ist die Stadt auch auf die Unterstützung des Landes angewiesen. Sport hat einen gesamtgesellschaftlichen Nutzen - deshalb ist es wichtig, die Sportstätten in Stand zu halten und gegebenenfalls an neue Nutzungswünsche anzupassen. Sind sie doch Ort für Begegnung und Bewegung und leisten damit auch einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsvorsorge. Mit der umfassenden und im Vergleich sehr hohen Ulmer Sportförderung unterstützt die Stadt Spitzen- und Breitensport sowie die Vereine nach Kräften."

Zum Abschluss des gelungenen Nachmittages gab es für Sigrid Herter und Erich Hägele, Vorsitzender des Instituts für Sportgeschichte, für die gelungene Vorbereitung und Durchführung der Wanderung aus dem Teilnehmerkreis noch viel Lob und Anerkennung.


Günther Oettinger trifft sich mit Wirschaft, Sport und Kultur

Wanderung und Ehrung verdienter Förderer des Sports. Foto: SK Rems-Murr.

Es ist schon seit Jahren eine schöne Tradition, dass sich der ehemalige EU-Kommissar Günther Oettinger mit Vertretern von Sport und Wirtschaft zum Austausch beim Wandern trifft. Bei der diesjährigen Wanderung um Freiburg begrüßte Bürgermeister Benjamin Bohn aus Vogtsburg den Ehrengast sehr herzlich.

Im innersten Kaiserstuhl liegt der Weiler Alt Vogtsburg. Heute meist unbeachtet an der Passstraße zum Vogelsang gelegen, verdient Vogtsburg mehr Beachtung: Als Sitz des Talvogts (dessen Burg auf einem Bergrücken lag) wird es schon 972 als „Bochesberg“ urkundlich erwähnt. Die durch Kriegswirren im 15. Jahrhundert schrumpfende Einwohnerzahl führte 1476 zur Eingemeindung nach Oberbergen. Zuweilen achtlos fahren die meisten Touristen an einem kleinen Kirchlein vorbei. Besucher entdecken ein wahres Schmuckstück der jüngeren Kirchenarchitektur. 1835 - 1837 von Architekt Lumpp aus der Karlsruher Weinbrennerschule erbaut, ist St. Romanus ein vollständig erhaltenes unversehrtes Gesamtkunstwerk des sog. Historismus. Am Fest des Hl. Romanus (am 09. August), der mit dem Hl. Laurentius den Märtyrertod erlitt, ist die Kirchentür für Gläubige und Kunstfreunde weit offen.

Mit von der Partie war zudem als Vertreter der Wirtschaft Dr. Dieter Salomon, Hauptgeschäftsführer der IHK Oberrhein. Als Vertreter von Kultur und Sport dabei waren u.a. SC-Präsident Eberhard Fugmann (der Sportclub Freiburg ist Mitglied im IfSG) und Dr. Erwin Grom (Ehrenmitglied des Südbadischen Sportbunds), der zudem auch Vorstandsmitglied des Instituts für Sportgeschichte ist. Dankenswerterweise übernahm Dr. Grom mit beeindruckendem Wissen die Führung durch die Kirche St. Romanus. Außerdem dabei waren der Vorsitzende des Sportkreises Freiburg Franz Jürgen Zeiser sowie der Chef des Instituts für Sportgeschichte und Mitorganisator Erich Hägele.

Dr. Grom war von 2006 bis 2010 Vizepräsident des Behinderten- und Rehabilitationssportverbands. Im Jahr 2010 wurde er zum Präsidenten des BBS gewählt und hatte dieses Amt bis zu seinem Ausscheiden 2018 inne. Bereits 2013 war er außerdem zum Vizepräsidenten des Badischen Sportbundes Freiburg gewählt worden. Vom BSB als Mitglied für das Präsidium des LSVBW benannt, nimmt er bis heute das Amt des Vertreters für den LSV im Vorstand des Instituts für Sportgeschichte Baden-Württemberg e.V. ein, welches er 2017 übernommen hat.

Ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung war die Verleihung der Ehrennadel in Diamant des Sportkreises Rems-Murr an Mathias Nikolay, ehemaliger Technik-Vorstand der Badenova AG. Er war 40 Jahre lang in der Energiewirtschaft tätig, 30 Jahre davon als Vorstandsmitglied. In dieser Zeit war er ein stetiger Förderer von Profi- und Breitensport, insbesondere von Handball und Fußball. Sehr am Herzen lagen ihm in den nahezu 100 Vereinen vor allem Kinder, Jugendliche, Behinderte und der Profisport mit dem SC.

Seinen gemütlichen Ausklang fand der Wandertag bei Winzer Fritz Keller, dem ehemaligen Präsidenten des SC Freiburg.


Quelle: Pressemitteilung Sportkreis Rems-Murr





Juli 2022

Verabschiedung verdienter Vorstandsmitglieder

Von links: MdL Peter Hauk Minister für Ernährung, ländlichen Raum und Verbraucherschutz mit Erich Hägele IfSG-Vorsitzender. Foto: IfSG.

Aus dem Vorstand des Instituts für Sportgeschichte ausgeschieden sind Petra Häffner MdL, Dr. Peter Hauk MdLund Jochen Haußmann MdL. Der Vorsitzende des IfSG Erich Hägele bedankte sich persönlich mit einem Buchgeschenk für den Einsatz und die gute Zusammenarbeit.

Petra Häffner war von 2017 – 2021 zunächst als Beisitzerin und dann als stellvertretende Vorsitzende im Vorstand. Jochen Haußmann und Minister Peter Hauk waren von 2013 – 2021 für das IfSG im Vorstandsgremium.





Findbuchübergabe bei der SVG Kirchberg/Murr e.V.

Von links: Erich Hägele, Wolfgang Neumann, Rosemarie Layher, Heike Felchle und Dr. Reinhard Enge. Foto: IfSG.

Das Institut für Sportgeschichte hat eine weitere Archivierung abgeschlossen. Bei der 1919 als Arbeitersportverein gegründeten SVG Kirchberg/Murr fand am 13. Juli 2022 die Findbuchübergabe statt. Nachdem Vereinsvertreter aus Kirchberg 2017 am Workshop für Jubiläumsvereine des IfSG teilgenommen hatten und 2019 das 100-jährige Jubiläum gefeiert wurde,entschloss man sich, die Archivierung der Vereinsunterlagen dem Institut zu übertragen. Begonnen wurde im April 2021. Vor wenigen Wochen war das Findbuch und der sicher verpackte Bestand fertig zum Verbleib in den Räumlichkeiten des Vereins.

Im Beisein von Erich Hägele (Vorsitzender des IfSG und Präsident des Sportkreises Rems-Murr) und des Vorstands der SVG Kirchberg/Murr e.V. Wolfgang Neumann sowie der Stellvertretenden Vorsitzenden Frau Rosemarie Layher und des ehemaligen Vorsitzenden Dr. Reinhard Enge übergab Heike Felchle, die für die Archivierung zuständig war, das Findbuch.

Mit Genehmigung des Vereins darf an dieser Stelle der Text der Dankeskarte an das IfSG abgedruckt werden. Der Grundidee zu bewahren und zu überliefern - auch im Sport - wird damit Rechnung getragen.

Vorlage: IfSG




Handballgeschichte - Sportliches Erbe von Bernhard Kempa archiviert

Handball-Legende Bernhard Kempa (1920-2017). Vorlage: Nachlass Kempa.

Das Institut für Sportgeschichte Baden-Württemberg e.V. hat den umfangreichen Nachlass von Bernhard Kempa archiviert und damit für die Sporthistorik dauerhaft gesichert und zugänglich gemacht.

Im August 2020 übernahmen Markus Friedrich vom Sportarchiv im Landesarchiv Baden-Württemberg und Martin Ehlers vom Institut für Sportgeschichte Baden-Württemberg e.V. bei einem Ortstermin in der Geschäftsstelle von Frisch Auf Göppingen eine erste Ablieferung des Nachlasses im Beisein von Präsident Thomas Lander. Er überbrachte am 14. August 2020 eine zweite Ablieferung nach Maulbronn. Im Dezember 2020 (02.12.20) erfolgte eine dritte Ablieferung.

Beim Bestand handelt es sich um Presseberichte, schriftliche Unterlagen, Fotografien, Fotoalben, Urkunden, Memorabilien usw. aus dem Nachlass von Bernhard Kempa. Ein großer Dank gebührt Helga Holz als Bearbeiterin, die sich ehrenamtlich dieser umfangreichen Aufgabe angenommen hat.

Anhand der Unterlagen lässt sich nachvollziehen, dass Bernhard Kempa eine Sportlerpersönlichkeit war, die von der Nachkriegszeit bis zum Tode im Jahr 2017 ein Idol und aufgrund des außerordentlichen sportlichen Könnens, der Disziplin, der Fairness ein Vorbild war. Seine Verdienste im Bereich der Lehre sind ebenfalls unumstritten, was ihm diverse baden-württembergische Auszeichnungen bescherte. Dokumentiert wurden ebenfalls Ehrungen wie das Silberne Lorbeerblatt (1953 und 1959), das Bundesverdienstkreuz (1977) u. a. Darüber hinaus spiegelt der Nachlass die Entwicklung des Handballs in Deutschland ab der Nachkriegszeit auf besondere Weise wider.

Während des Bundesliga-Handballspiels am 02. Juni 2022 fand in Göppingen in der EWS-Arena die Findbuchübergabe statt. Ein bedeutendes Stück Sportgeschichte wurde gesichert und steht zur zukünftigen Auswertung bereit.

Siehe auch SportRegion Stuttgart e.V.: https://www.sportregion-stuttgart.de/kommunikation/details/news/sportgeschichte-ifsg-archiviert-kempa-nachlass





Literaturhinweis: „Zeugen für Christus. Das deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts“ von Prälat Prof. Dr. Helmut Moll

Mit Sport verbundene Christen, die ihren Glauben lebten und dafür verfolgt wurden

Im umfangreichen historisch-literarischen Werk von Prälat Prof. Dr. Moll wird an Frauen und Männer erinnert, die aktiv Widerstand geleistet haben gegen Diktaturen und Ideologien des 20. Jahrhunderts. Darunter finden sich auch Sportler, u. a. auch aus Baden-Württemberg. Daher kommen wir gerne der Bitte nach, auf das Nachschlagewerk „Zeugen für Christus. Das deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts“ aufmerksam zu machen.

Erläuterungen zu Inhalt und Hintergrund des Nachschlagewerks können im Brief von Prälat Moll an den Vorsitzenden des Instituts für Sportgeschichte Baden-Württemberg e.V. Erich Hägele nachgelesen werden.

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Juni 2022

Rezension von "Sammeln, Archivieren, Auswerten" in der Berliner Archivrundschau (1/2022) von Dirk Ullmann, ehrenamtlicher Archivar des Berliner Tanzsportverbandes.

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März 2022

Purzelbaum und Politik. 175 Jahre Turnen in Lahr

Eine sporthistorische Ausstellung im Stadtmuseum Lahr, 20.03.-19.06.2022
Abbildung: Stadtmuseum Lahr.

Zum vierten Mal ist die Kreisstadt Lahr im Mai 2022 Ausrichterin eines Landesturnfestes – nach 1881, 1921 und 1980. Der ansässige TV Lahr feierte als einer der ältesten badischen Turnvereine sein 175-jähriges Bestehen und aus diesen beiden Anlässen zeigt das Stadtmuseum Lahr vom 20. März bis zum 19. Juni 2022 eine sporthistorische Ausstellung mit dem Titel „Purzelbaum und Politik. 175 Jahre Turnen in Lahr“. Dass Turnen mit vielfältigen gesellschaftlichen Themen wie der Frauenemanzipation, aber vor allem den politischen und zeithistorischen Entwicklungen eng verflochten war, wird anhand von Originalen anschaulich erzählt. Dachbodenfunde ermöglichen einen spannenden Blick in die Geschichte der weiblichen Turnbekleidung. Andere Objekte, vor allem aus den Beständen des TV Lahr, lassen spüren, wie wichtig die Gemeinschaft eines Vereins war – und immer noch ist.
Verschiedene Mitmachstationen laden ein, selbst aktiv zu werden und seine Fähigkeiten in Gymnastik oder in den Ballsportarten spielerisch zu überprüfen. Selten gezeigtes Filmmaterial aus Archivbeständen, aber auch topaktuelle Imagefilme des TV Lahr und des Badischen Turner-Bundes runden in Medienstationen die Ausstellung ab. Während des Landesturnfestes erhalten Turnfestbesucher einen ermäßigten Eintritt von 2 €. Die Ausstellung ist geöffnet von Mittwoch bis Sonntag, 11-18 Uhr.

  • Stadtmuseum Lahr
  • Kreuzstraße 6
  • 77933 Lahr


Quelle: Felicitas Schuder





Solidarität mit dem ukrainischen Volk

Abbildung: Pixabay.




Februar 2022

Ankündigung: "Workshop für Jubiläumsvereine und Vereinsarchive" 2022

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Januar 2022

Vorankündigung: Neuerscheinung "Sammeln, Archivieren, Auswerten"

1996 erschien die erste Auflage des Ratgebers. Vorlage: IfSG.

Dieser vollständig neu bearbeitete und erweiterte Leitfaden für Vereins- und Verbandsarchive, Festschriften und Jubiläumsausstellungen wurde vom Institut für Sportgeschichte Baden-Württemberg e.V. in Zusammenarbeit mit dem Landesarchiv Baden-Württemberg weiterentwickelt. Er ist eine praxisnahe Anleitung für den Umgang mit der eigenen Vereins- und Verbandsgeschichte.

Die Inhalte dieses Ratgebers sind nicht nur den Belangen und Problemen von Sportorganisationen angepasst, sondern auch auf jeden anderen Verein und Verband anwendbar. Dabei gehen die Autoren auf die Schriftgutaufbewahrung, die Schutzverpackung für Kulturgut und die digitale Archivierung gleichermaßen ein wie auf die Erarbeitung von Festschriften, Chroniken und Ausstellungen. Ergänzend werden Rechtsfragen und die Druckvorstufe von Publikationen behandelt.

104 Seiten mit zahlreichen Farb- und s/w-Abbildungen, geb. ISBN 978-3-948968-89-2 Schutzgebühr € 8.- (zzgl. € 2.- Versandkosten)

Hinweis: Erscheint Mitte Februar 2022

Eine kurze Vorabbesprechung des Bandes finden Sie auf dem Weblog "Archivalia" > https://archivalia.hypotheses.org/138448





Zum Jahreswechsel 2021/2022

Weihnachten.png


Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Besucherinnen und Besucher,

Wir wünschen Ihnen frohe Festtage und einen guten Start ins Jahr 2022!

Bitte beachten Sie: die IfSG-Geschäftsstelle ist vom 22. Dezember bis einschließlich 3. Januar 2022 geschlossen.







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