Was war im Jahr 2016 aktuell?

Aus Institut für Sportgeschichte Baden-Württemberg e.V.
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Ankündigungen und Neuigkeiten für das Jahr 2016

Jahreswechsel 2016/2017

Landesarchiv Baden-Württemberg, Bestellsignatur H 107/16 Bd 5 Bl. 7


Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Besucherinnen und Besucher,

im Zeitraum vom 23. Dezember 2016 bis 8. Januar 2017 bleibt das IfSG geschlossen. Wir wünschen Ihnen frohe Festtage und einen guten Start ins Jahr 2017!

Ihre Geschäftsstelle



Bitte beachten Sie: Ab 9. Januar 2017 befindet sich die IfSG-Dokumentationsstelle als Sachgebiet "Sportarchiv" im Landesarchiv Baden-Württemberg, Abteilung Hauptstaatsarchiv Stuttgart. Durch den aktuellen Umzug der Bibliotheksbestände nach Stuttgart ist die Fernleihmöglichkeit momentan eingeschränkt.





Dezember 2016

Zur Geschichte des Turmspringens in Mannheim

Für ein neues Dokumentationsprojekt konnte Frau Ingeborg Busch-Migge (Heidelberg) gewonnen werden. Frau Busch-Migge war eine sehr erfolgreiche Turmspringerin und nahm u.a. an den Olympischen Spielen 1968 in Mexico teil. Sie begann ihre Sportkarriere seit Mitte der 1950er Jahre im Mannheimer Turn- und Sportverein 1846. Bereits seit 1932/33 gab es dort die sogenannte "Mannheimer Springerschule", die sich aus der Schwimmabteilung heraus entwickelt hatte. Geprägt wurde sie von Richard Lackus, der die Mannheimer Turmspringer zu vielen sportlichen Erfolgen führen konnte. Nach ihrer aktiven Sportlaufbahn arbeitete Frau Busch-Migge als Psychotherapeutin.


Dr. Lothar Wieser (IfSG) führte ein Interview mit der Sportlerin; hierbei entstand dokumentarisches Filmmaterial von ungefähr einer Stunde Laufzeit. Außerdem konnte das IfSG zahlreiche persönliche Erinnerungsalben digitalisieren, die die Laufbahn der Mannheimer Turmspringerin von den 1950er bis ins die 1970er Jahre durch Fotos, Presseberichte und persönliche Kommentare belegen.

Schneeschuhverein Spaichingen

Gemeinsam mit den Verantwortlichen des Schneeschuhvereins Spaichingen 1918 e.V. bewertete Markus Friedrich (IfSG) dessen historische Vereinsunterlagen. Hierbei wurde ein Fotoalbum mit Wintersportaufnahme der 1920er Jahre entdeckt. Die Dokumente geben einen Einblick in die Entwicklung des Skisports am Rande der Schwäbischen Alb. Im kommenden Jahr soll nun mit Unterstützung durch das IfSG ein Vereinsarchiv aufgebaut werden, das gleichzeitig als Fundus für das 100jährige Jubiläum 2019 dienen soll.





November 2016

Findbuchübergabe Pferdesportverband Südbaden (Foto: J. Spägele)
Findbuchübergabe Sportkreis Rems-Murr (Foto: R. Rolli)

Das IfSG konnte zum Jahresende zwei weitere Archivprojekte erfolgreich abschließen. Am 26.11. überreichte Erich Hägele im Rahmen einer Präsidiumsbeiratssitzung des BSB Freiburg das Findbuch zum Pferdesportverband Südbaden e.V. (Verband der Südbadischen Reit- und Fahrvereine e.V.). Dieser Bestand wird zukünftig im Staatsarchiv Freiburg verwahrt werden.

Außerdem konnte ein weiterer Sportkreis für ein Archivprojekt gewonnen werden. Nachdem bereits im Vorjahr für den Sportkreis Rottweil ein Archiv eingerichtet wurde, konnte am 29.11. Markus Friedrich dem Kreisarchiv Rems-Murr das Findbuch zum Bestand des gleichnamigen Sportkreises überreichen.

Hier können beide Findbücher eingesehen werden:





Schließlich wurde für die Schwimmabteilung des SSC Karlsruhe eine vorläufige Übersicht zu den sporthistorisch relevanten Vereinsunterlagen erstellt.


Das IfSG freut sich über neue Mitglieder:

  • TPSG Frisch Auf Göppingen
  • SV Salamander Kornwestheim 1894
  • Special Olympics Baden-Württemberg

Ihnen möchten wir auch in Zukunft ein interessantes Forum in allen sporthistorischen Fragen bieten.





Oktober 2016: Wegweisende Mitgliederversammlung

Das Institut für Sportgeschichte Baden-Württemberg e.V. (IfSG) bekommt ab 2017 eine neue Struktur. Politik, Land und Sport haben ein Zwei-Säulen-Modell vereinbart, um die Sportgeschichte sicher in die Zukunft zu führen.

Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung des IfSG wurde nun die Vereinbarung unterzeichnet, mit der das neue „Sportarchiv“ im Hauptstaatsarchiv Stuttgart geschaffen werden wird. Der Verein "Institut für Sportgeschichte" bleibt weiterhin unter dem Vorsitz von Erich Hägele in Maulbronn beheimatet. Auch der langjährige IfSG-Geschäftsführer Martin Ehlers begleitet in Zukunft den Verein.

Außerdem konnte den Mitgliedern der Tagungsband "200 Jahre Turnen in Württemberg" vorgestellt werden. Der Band dokumentiert die gleichnamige Tagung, die am 18. Mai 2016 in Calw-Hirsau stattfand. Damit wird an die Gründung des ersten Württembergischen Turnvereins erinnert, der am 18. Oktober 1816 in Hirsau gegründet wurde.

Der Schwarzwälder Bote berichtete...





Oktober 2016: Vortrag "Von den Velocipedisten zum Bicycle Moto-Cross - Aspekte regionaler Radsportgeschichte"

In Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Freiberg und der VHS Freiberg

Sport bewegt die Menschen. Turnen und Sport können mittlerweile auf eine 200jährige Geschichte zurückblicken. Sie sind Teil unserer Kultur und somit der historischen Forschung zugänglich. Seit 1993 hat Baden-Württemberg sein Institut für Sportgeschichte (IfSG). Dessen Aufgabe es ist, die Quellen der regionalen Sportgeschichte zu sichern und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Markus Friedrich, Leiter der IfSG-Dokumentationsstelle, erläutert am Beispiel der spannenden Geschichte des Radsports die Aufgabenfelder des IfSG und möchte Angebote aufzeigen, die eigene Vereinsgeschichte dauerhaft zu sichern.
  • Freiberg am Neckar, 20.10.2016
  • PRISMA, Marktplatz 22
  • 18-20 Uhr
  • Keine Anmeldung erforderlich, gebührenfrei




September 2016: Handballgeschichte dokumentiert – 120 Jahre "Frisch Auf" Göppingen

Die Deutsche Handball-Zeitung berichtet über den Gewinn der Süddeutschen Meisterschaft 1950. (Foto: IfSG)


Im August 1896 wurde der Turn Club „Frisch Auf“ Göppingen gegründet. Dies war bereits der dritte Turnverein, der in der Stadt ins Leben gerufen wurde. Bereits seit 1844 existierte die „Männer-Turngemeinde“ Göppingen, gefolgt vom Turnerbund von 1894. „Frisch Auf“ war eine Abspaltung der Turngemeinde, die Ende August 1896 auf einer außerordentlichen Versammlung beschlossen wurde. Damit begann eine außerordentliche sportliche Erfolgsgeschichte die bis in die Gegenwart führt. Vor allem die 1921 gegründete Handballabteilung wurde zum Aushängeschild des Vereins.

Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte der große Aufstieg des Vereins. Dieser Erfolg ist untrennbar mit Bernhard Kempa verbunden. Als Spieler und Trainer machte er den Verein über Deutschland hinaus bekannt. „Frisch Auf“ konnte zahlreiche württembergische, süddeutsche und deutsche Meisterschaften sowie internationale Erfolge, wie u.a. 1960 und 1962 den Europapokalsieg, erringen. Aktuell spielen die Damen- und die Herrenmannschaft in der Handballbundesliga.

Markus Friedrich, Leiter der IfSG-Dokumentationsstelle, nahm zum „Frisch Auf“-Urgestein Rolf Daferner Kontakt auf, der sofort Interesse an einer Zusammenarbeit bekundete. In der Geschäftsstelle wurde nach alten Vereinsdokumenten gesucht. Dort fand sich u.a. als das älteste Dokument das Protokollbuch von 1896 sowie Turnerurkunden, Fotos der Handballabteilung aus den 1920er Jahren, eine umfangreiche Pressesammlung von den 1950er bis in die 1980er Jahre zur Vereinsgeschichte. Aber auch Wimpel und Siegestrophäen, wie das silberne Lorbeerblatt des Bundespräsidenten von 1959, wurden dokumentiert. Ein besonderer Fund sind auch die Filmaufnahmen von Dr. Heinrich Zeller (ehem. Jugendleiter und langjähriger Präsident), die authentische Einblicke in die Jugendarbeit der 1950er Jahre gewähren.

In Maulbronn wurden die Dokumente in einer Archivdatenbank erfasst und schließlich digitalisiert. Nun liegt ein digitales Archiv der Vereinsgeschichte vor, das hier recherchierbar ist.





August 2016: 18. Oktober 2016 – 23. ordentliche Mitgliederversammlung

Wir möchten Sie schon jetzt auf die kommende Mitgliederversammlung des Instituts für Sportgeschichte Baden-Württemberg (IfSG) aufmerksam machen. Diese findet am 18. Oktober 2016, ab 18 Uhr in Maulbronn statt. Dort soll die Kooperation zwischen dem IfSG und dem Landesarchiv Baden-Württemberg durch die Unterzeichnung einer gemeinsamen Vereinbarung beschlossen werden.
  • Die Einladung mit der Tagesordnung finden Sie ⇒ hier




August 2016: Call for Abstracts "Art in Sport History"

Workshop of The International Journal of the History of Sport. October 20-22, 2016 at the Ludwigsburg University of Education, Germany Organizers: Annette R. Hofmann (Department of Sport) & Monika Miller (Department of Arts).
  • Detaillierte Informationen zur geplanten Veranstaltung finden Sie ⇒ hier




Juli 2016: TSV Mannheim – Bücher finden neue Heimat

Von links: Dr. Lothar Wieser (IfSG) und Joachim Hefele (TSV Mannheim) bei der Übergabe. (Foto: privat)


Joachim Hefele, Vorstandsmitglied des TSV Mannheim, übergab Dr. Lothar Wieser (IfSG) weitere Bücher der ehemaligen Vereinsbücherei des traditionsreichen Mannheimer Turnvereins für die Institutsbibliothek. Es handelt sich dabei um eine sogenannte "Turnerbibliothek", die sich im Wesentlichen aus Fest- und Vereinsschriften zusammensetzt. Die ältesten Titel stammen aus den 1880er Jahren.

Im Bibliothekskatalog ist dieser Bestand - soweit er bereits katalogisiert ist – über die Signatur "TV Mannheim 1846 ?" zu finden (Auswahlfeld "Signatur").










Juni/Juli 2016: Ausstellungseröffnung "SPORT trifft Geschichte" in Baden-Baden

Sportausstellung Banner.png 9. Juli 2016 bis 15. Januar 2017: Eine Ausstellung des Stadtmuseums/Stadtarchivs Baden-Baden in Kooperation mit dem Institut für Sportgeschichte Baden-Württemberg e.V., der Akademie museOn der Albert-Ludwig-Universität Freiburg und den Veranstaltern des "Sportler des Jahres".




Mai 2016: Rückblick auf "200 Jahre Turnen in Württemberg"

Eine Erfolgsgeschichte: 200 Jahre Turnen in Württemberg

Wie Gymnastik und Fitness in Hirsau entstand

Vor 200 Jahren ist in Calw-Hirsau Historisches geschehen: Fünf junge Männer gründeten den ersten Turnverein im Schwäbischen und legten damit den Grundstein für das Turnen in Württemberg. Aus diesem Grund feierten das Institut für Sportgeschichte Baden-Württemberg e.V., die Stadt Calw in Kooperation mit dem Schwäbischen Turnerbund an eben jenem Ort dieses Ereignis mit einer Tagung. Es war der 18. Oktober 1816, also ziemlich genau vor 200 Jahren, als sich fünf junge Männer zum Turnen zusammenfanden. Mit ihrer Vereinsgründung bildet dieses Quintett den Ursprung für die heutige Turnbewegung von 683 000 Mitgliedern im Schwäbischen Turnerbund. Damals wie heute war einer der Grundgedanken die „Gesunderhaltung“ von Geist und Körper, also das, was heute Gymnastik und Fitness im Verein bekannt ist. Prof. Dr. Michael Krüger, an der Universität Münster für Sportpädagogik und Sportgeschichte verantwortlich, ließ in seinem Vortrag im Hirsauer Kursaal die Geschichte der fünf Jünglinge von 1816 wieder ein wenig lebendig werden. „Es ging ihnen um die Liebe zum deutschen Vaterland, aber natürlich auch um die Bildung von Kopf, Herz und Hand mit dem Ziel, Körper und Geist ins Gleichgewicht zu bringen“, sagte Prof. Krüger.

In seinem kurzweiligen Vortrag zeichnete Prof. Krüger daraufhin die Entwicklung der vergangenen 200 Jahre der schwäbischen Turnbewegung auf. Als roter Faden zog sich dabei der Begriff „public health“ und das Engagement für das Gemeinwohl durch die zwei Jahrhunderte. Durch die fünf jungen Männer aus Hirsau wurde also der Grundstein für die komplette heutige Sportbewegung gelegt – mit den diversen Sportarten, aber vor allen Dingen auch mit dem großen Ziel über allgemeine Bewegungsangebote unsere Bevölkerung fit zu machen beziehungsweise fit zu halten. „Zum Beispiel werden wir heute weltweit um unsere Struktur im Kinder- und Jugendsport beneidet. Quantitativ und qualitativ ist Bewegung im Verein das bedeutendste außerschulische Angebot bei uns“, erklärte Prof. Krüger.

Diese Aussage war wie Wasser auf die Mühlen der anwesenden Vereins und Verbandsvertreter. Nicht umsonst definiert sich zum Beispiel der Schwäbische Turnerbund (STB) bis heute wie folgt: „Vom Kinderturnen über den Wettkampf- und Spitzensport bis hin zu den vielfältigen Angeboten im Freizeit-, Fitness- und Gesundheitssport ist der STB als Fachverband in Württemberg zuständig für alle Sport- und Bewegungsangebote, die sich aus den vielseitigen Formen von Turnen und Gymnastik entwickelt haben und in seinen rund 1800 gemeinnützigen Turn- und Sportvereinen angeboten werden.“

STB-Präsident Wolfgang Drexler hatte zuvor in seiner Begrüßungsrede ebenfalls auf die historische Entwicklung Bezug genommen: „Erst wenn Du weißt wo deine Wurzeln sind, kannst Du deine Zukunft gestalten - lautet ein Sprichwort. In diesem Sinn können wir uns glücklich schätzen, dass das Institut für Sportgeschichte ins Leben gerufen wurde und dass wir mit Veranstaltungen wie die heutige Tagung zur kritischen Auseinandersetzung mit unserer Vergangenheit und unserer Zukunft ermutigt werden. So wurde hier in Hirsau ein elementarer Grundstein für das freiwillige und selbstorganisierte Sporttreiben ohne soziale Schranken gelegt. Heute, 200 Jahre später, sind die rund 11 000 Sportvereine in Baden-Württemberg ein elementarer Bestandteil unserer Zivilgesellschaft und aus dem gemeinschaftlichen Leben in den über 1000 Gemeinden nicht mehr wegzudenken.“ Dennoch forderte er die Tagungsteilnehmer zur kritischen Auseinandersetzung mit der Zukunft des Vereinswesens auf. „Wir stehen heute erneut an einem kritischen Wendepunkt in der Geschichte des Turnens und des selbstorganisierten, gemeinnützigen Sports“, mahnte er und hob in seinen weiteren Ausführungen auf das sich verändernde Sportverhalten in der Gesellschaft, die zunehmende Zahl an alternativen Sportanbietern und das Aufkommen neuer Formen der Vergemeinschaftung abseits der Vereinswelt ab. „Die Herausforderung ist, für die Menschen von heute und morgen weiterhin ein attraktiver Anbieter zu sein, in dem sie nicht nur passende hochwertige Sport- und Bewegungsangebote unter qualitativer hochwertiger Anleitung, sondern auch eine soziale Heimat finden.“

Beim Fazit waren sich STB-Vertreter Drexler und Prof. Krüger einig: „Wer sich die vergangenen 200 Jahre anschaut, erkennt: die erfolgskritische Konstante war die Veränderung.“ Das Turnen hat sich über die Jahre stets weiterentwickelt und präsentiert sich heute in vielfältigen Sport- und Bewegungsangeboten, gebündelt unter den drei Hauptbereichen Kinderturnen, GYMWELT und den Turnsportarten.

Weitere Vorträge rundeten das Programm ab: Prof. Dr. Annette Hofmann (PH Ludwigsburg) erläuterte am Beispiel des Frauenturnens, wie die Turnbewegung auch emanzipatorische Kraft entfaltete. Dr. Lothar Wieser (Mannheim) ging in seinem Vortrag auf die Turnerfeuerwehren ein und zeigte deren zivilgesellschaftliche Bedeutung auf. Schließlich ordnete der Calwer Stadtarchivar Dr. Karl Mayer die Turnvereinsgründung von Hirsau in die Ortsgeschichte ein. Im Rahmen der Veranstaltung konnte zudem Markus Friedrich (IfSG) dem STB das Findbuch zu dessen Verbandsarchiv überreichen. Die historischen STB-Unterlagen werden zukünftig im Hauptstaatsarchiv Stuttgart aufbewahrt werden.

Die Tagung in Hirsau wurde vom Institut für Sportgeschichte in Maulbronn und der Stadt Calw in Kooperation mit dem STB ausgerichtet. Rund 80 Interessierte aus Vereinen, Turngauen, Landesturnverbänden und anderen Organisationen folgten der Einladung. Die Vorträge der Veranstaltung werden in einer Tagungsdokumentation veröffentlicht werden.

Quelle: Schwäbischer Turnerbund/Hannes Haßpacher





Mai 2016: Arbeitsbibliothek von Ommo Grupe am IfSG

Japanische Ausgabe von Grupes "Sport und Kultur" (1987).

Prof. Dr. Ommo Grupe (1930-2015) prägte seit 1968 von Tübingen aus über Jahrzehnte die Sportwissenschaft in Deutschland. Darüber hinaus engagierte er sich sportpolitisch in verschiedenen Spitzenfunktionen (z.B. Deutscher Sportbund, Bundesinstitut für Sportwissenschaft). Er war Schüler von Carl Diem. Nun konnte das IfSG Grupes wissenschaftlichen Nachlass übernehmen. Diese Gelehrtenbibliothek, der - im vergleich zu anderen Disziplinen- jungen Sportwissenschaft, umfasst ca. 90 Umzugskartons. Thematisch beinhaltet der Bibliotheksbestand folgende Bereiche: Sportwissenschaft, Pädagogik, Psychologie, Sportgeschichte und allg. historiographische Literatur sowie Festschriften. Im Katalog des Südwestdeutschen Bibliotheksverbundes (SWB) sollen nun zukünftig die Titel- und Exemplardatensätze aufgenommen sowie mit einer eigenen Signatur gekennzeichnet werden. Ergänzt wird der Bestand durch Arbeitsmanuskripte und persönliche Unterlagen. Ziel ist es, Grupes Forschungsgebiete und Arbeitsschwerpunkte nachvollziehbar zu dokumentieren.






Mai 2016 – Sportgeschichte wird breiter institutionalisiert

Das Institut für Sportgeschichte Baden-Württemberg e.V. verändert sich

Die Sportgeschichte im Land bekommt eine neue Struktur. Politik, Land und Sport vereinbaren ein Zwei-Säulen-Modell, um das Institut für Sportgeschichte Baden-Württemberg sicher in die Zukunft zu führen. Das Institut für Sportgeschichte Baden-Württemberg e.V. (IfSG) mit Sitz in Maulbronn dokumentiert seit 1993 die Geschichte der Sportvereine sowie -verbände und verfügt über eine einzigartige Spezialbibliothek zur regionalen Sportgeschichte. Auch Vor- und Nachlässe von Persönlichkeiten des Sports in Baden-Württemberg wurden in den vergangenen Jahren nach Maulbronn abgegeben. Erst jüngst konnte der Nachlass des bedeutenden Tübinger Sportpädagogen Prof. Ommo Grupe (1930-2015) übernommen werden. Der Verein stieß durch seine stetig wachsende Sammlungstätigkeit an deutliche räumliche und finanzielle Grenzen. Deshalb nahmen sich die IfSG-Vorstandsmitglieder Claus Schmiedel (Fraktionsvorsitzender der SPD) und Staatssekretär Jürgen Walter (Die Grünen) mit den im Landtag vertretenen Fraktionen der Problematik an, um dem Gedächtnis des Sports in Baden-Württemberg eine stabile Zukunft zu geben.

Das zukünftige „Sportarchiv“

In der Frage der nachhaltigen Sicherung des IfSG und seinen Aufgaben wurde als langjähriger Partner das Landesarchiv Baden-Württemberg in die weitere Planung miteinbezogen. Gemeinsam wurde ein Zweisäulenmodell für den Fortbestand entwickelt. Dessen Umsetzung wurde jüngst von der Landesverwaltung und dem Landessportverband beschlossen. Anfang 2017 zieht die Dokumentationsstelle des IfSG bestehend aus einem Archivar und den Archiv- und Bibliotheksbeständen in das Landesarchiv um. Die Unterbringung wird als „Sachgebiet Sportarchiv“ im Hauptstaatsarchiv Stuttgart erfolgen. Finanziert werden Personal- und Sachmittel nun gemeinsam vom Wissenschafts- und Kultusministerium sowie dem Landessportverband Baden-Württemberg.

Maulbronn als bewährter Vereinssitz

Der Verein IfSG ist weiterhin unter dem Vorsitz von Erich Hägele (Sportkreis Rems-Murr) in Maulbronn beheimatet. Durch seine breit im Sport aufgestellte Vorstandschaft bleiben somit die engen Kontakte zu den Verbänden und Vereinen erhalten, für die das IfSG sich in seinem über 20-jährigen Bestehen zu einem wichtigen Ansprechpartner in allen Fragen zur Sportgeschichte entwickelt hat. Mit der Anbindung an das Landesarchiv sind nun verlässliche und ausbaufähige Strukturen entwickelt worden, die sowohl dem Sport als auch der Landesgeschichte dienen. Immerhin wurde genau vor 200 Jahren in Calw-Hirsau der erste Turnverein in Baden-Württemberg gegründet. Dieses Jubiläum wird übrigens am 18. Mai 2016 in Calw-Hirsau mit einer Tagung begangen.





Tagungsankündigung: "200 Jahre Turnen in Württemberg"

Im Herbst 1816 wurde im kleinen schwäbischen Ort Hirsau der erste württembergische Turnverein gegründet. Die Stadt Calw, der Schwäbische Turnerbund (STB) und das Institut für Sportgeschichte Baden-Württemberg e.V. (IfSG) nehmen diese Vereinsgründung zum Anlass, um mit einer wissenschaftlichen Tagung auf 200 Jahre Geschichte von Turnen und Sport zurückzublicken. Die Veranstaltung wird am 18. Mai 2016 im Kloster Hirsau durchgeführt werden. Das Tagungsprogramm können Sie dem Flyer entnehmen.
Vedute des Klosters Hirsau von Gustav Heinrich Feldweg (1828).




Vorankündigung 2017: Tagung zur Radsportgeschichte in Südwestdeutschland

Von Teufelslappen, Sprinterzügen und Nachführarbeit – 200 Jahre Radsportgeschichte

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Vor 200 Jahren fuhr der badische Forstmeister und Erfinder Karl Freiherr von Drais (1785-1851) mit seinem „Laufrad“ von Mannheim Richtung Schwetzingen. Das Laufrad wurde somit 1817 zum Vorläufer des modernen Fahrrads. Bis heute übt das Fahrrad eine ungebrochene Faszination als Mittel individueller Mobilität sowie als Sportgerät aus. Von Beginn an begeisterte sich das Publikum für Radwettkämpfe. Für Mannheim sind bereits ab den 1880er Jahren entsprechende Veranstaltungen des dortigen Velociped-Clubs dokumentiert. Aus diesem Anlass findet am 10. Juni 2017 im Mannheimer "John Deere Forum" eine Tagung zur Geschichte des Radsports in Südwestdeutschland und darüber hinaus statt. Es wird die Entwicklung des Radsports von den Anfängen über die goldenen Zeiten der 1960er Jahre bis heute diskutiert. Die Veranstaltung wird vom Institut für Sportgeschichte Baden-Württemberg e.V. und dem Stadtarchiv Mannheim-Institut für Stadtgeschichte organisiert.

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Die Stadt Mannheim hat für das Fahrradjubiläum 2017 ein umfangreiches Festprogramm entwickelt. Weitere Informationen hierzu finden Sie hier.





Vorankündigung: 29./30.10.2016 – Workshop für Jubiläumsvereine und Vereinsarchive

Am 29./30.3.2016 veranstaltet das Institut für Sportgeschichte Baden-Württemberg wieder den "Workshop für Jubiläumsvereine und Vereinsarchive" in Maulbronn. Bereits seit 1994 bietet die Veranstaltung praxisorientierte Informationen zu den Themen Vereinsjubiläum und -festschrift.

Hinweise zum Programm und Anmeldeformular finden Sie hier: https://www.ifsg-bw.de/index.php/Datei:Ifs_flyer_workshop_2016_Layout_3.pdf





April 2016 – Folgende Projekte führt das IfSG aktuell durch

  • Dokumentationsprojekt: SSC Karlsruhe
  • Dokumentationsprojekt: Sportkreis Rems-Murr
  • Dokumentationsprojekt: Pferdesportverband Südbaden
  • Dokumentationsprojekt: TV Ebersteinburg
  • Dokumentationsprojekt: Frisch Auf Göppingen
  • Gemeinsam mit dem Stadtarchiv Baden-Baden konzipiert das IfSG eine Ausstellung zur Sporgeschichte der Stadt Baden-Baden




Februar 2016 – Findbuchübergabe Badischer Schwimm-Verband

Mit der Findbuchübergabe am 11. Februar 2016 wurde das Dokumentationsprojekt "Badischer Schwimm-Verband" (BSV) nun offiziell abgeschlossen; die Verbandsunterlagen wurden in die Obhut des Generallandesarchivs Karlsruhe übergeben. Somit ist ein weiterer Mosaikstein des baden-württembergischen Sportgedächtnisses dauerhaft gesichert.



Historischer Briefkopf des BSV (1980er Jahre).




Januar 2016

IfSG digitalisiert Fechterzeitung "Der Fechterbüttel" der Fechtabteilung der TSF Ditzingen:

Die Zeitschrift dokumentiert die regionale Entwicklung des Fechtsports von 1975 bis in die Gegenwart.

Hier die ersten Seiten der ersten Ausgabe vom Mai 1975:

Pressebericht SportRegion Stuttgart





Dezember 2015

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Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Besucherinnen und Besucher,

Im Zeitraum vom 21. Dezember 2015 bis 6. Januar 2016 bleibt das IfSG geschlossen.
Wir wünschen Ihnen frohe Festtage und einen guten Start ins Jahr 2016!

Ihre Geschäftsstelle






Inhaltsverzeichnis

Chronik der Vorjahre

Was war im Jahr 2015 aktuell?

Was war im Jahr 2014 aktuell?

Was war im Jahr 2013 aktuell?

Was war im Jahr 2012 aktuell?

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